Künstliche Intelligenz im Tourismus unterstützt zunehmend Gästeantworten, Unterkunftsbeschreibungen und Vertriebsabläufe. Für Reiseagenturen, Hoteliers, professionelle Unterkunftsverwalter, Eigentümer von Villen und Ferienwohnungen sowie Campingplätze zählt vor allem eine Frage: Welche Arbeit lässt sich vereinfachen, während Daten verlässlich bleiben und das Team die Kontrolle behält?
Wie viele europäische Hotels nutzen KI?
Artificial Intelligence in European Hotels: Adoption, Applications, and Barriers von Roland Schegg, HES-SO Valais-Wallis, basiert auf Antworten von 1.485 Hotels aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien und der Schweiz. Die Onlinebefragung lief von Januar bis April 2025; der Bericht ist auf Juni 2025 datiert. Dieser Beitrag betrachtet diese Ergebnisse und misst nicht den Stand von 2026.
- 41% der Befragten nutzen KI.
- 16% planen die Einführung.
- 43% gaben keine KI-Nutzung an, getrennt von der Kategorie der geplanten Einführung.
Die letzte Gruppe darf nicht als Hotels verstanden werden, die KI niemals einführen werden. Kroatien war nicht beteiligt, die Stichprobe ist nicht repräsentativ für sämtliche europäischen Hotels, und die italienischen Teilnehmer stammen überwiegend aus dem Trentino. Die Zahl der Antworten variiert je Frage. Prozentwerte beziehen sich auf die jeweilige Frage, nicht zwingend auf alle 1.485 Hotels. Bei Mehrfachauswahl ergibt die Summe nicht 100%.
Wie wird KI heute in der Hotellerie eingesetzt?
Der Bericht unterscheidet zwischen Technologien bestehender KI-Anwender und Bereichen, in denen Befragte Potenzial sehen. Beispiele sind Texte für Gäste, Bewertungsanalysen und Preismanagement. Ein einzelnes Werkzeug bedeutet weder einen vollständig automatisierten Hotelbetrieb noch durchgängig verbundene Systeme.
Ein Antwortentwurf ist ein sinnvoller Einstieg. Das Team prüft vor dem Versand Anreisehinweise, Parkmöglichkeiten und Hausregeln. Generierte Beschreibungen müssen ebenfalls mit der tatsächlichen Ausstattung übereinstimmen. Ein schöner Text hilft wenig, wenn er eine nicht vorhandene Leistung verspricht. Für die Richtigkeit bleibt der Unterkunftsanbieter verantwortlich.
Welche Vorteile erkennen Hoteliers?
Bei der Frage nach erlebten oder wahrgenommenen Vorteilen nennen 76% Zeitersparnis, 54% bessere Kommunikation und besseres Marketing sowie 51% operative Effizienz. Diese Antworten sind nicht ausschließlich Ergebnisse von Hotels, die KI bereits einsetzen. Sie bedeuten weder 76% weniger Arbeitsstunden noch 51% niedrigere Kosten. Eine separate Nutzenbewertung auf einer Skala von 1–10 wird unter KI-Anwendern ausgewiesen.
Wählen Sie im eigenen Betrieb eine überprüfbare Kennzahl: Antwortzeit, manuelle Eingaben pro Buchung oder unbeantwortete Gespräche. Dokumentieren Sie den Ausgangswert, prüfen Sie die Qualität und vergleichen Sie ähnliche Zeiträume. Automatisierung soll Arbeit erleichtern, ohne ungelöste Aufgaben auf Gäste oder Kollegen zu verlagern.
Warum setzen manche Hotels noch keine KI ein?
Der Bericht nennt unter anderem fehlende Kenntnis verfügbarer Lösungen, Einführungskosten, technische Komplexität und die Einbindung in bestehende Prozesse. Das sind erlebte oder erwartete Hürden der Befragten, nicht ausschließlich Gründe von Nichtanwendern. Eine Vorführung des eigenen Arbeitsablaufs ist deshalb hilfreicher als das pauschale Versprechen, Verwaltungsarbeit zu lösen.
Prüfen Sie, wer Daten pflegt, welche Kanäle unterstützt werden und wie Mitarbeiter Sonderfälle übernehmen. Klären Sie den Zugriff auf Gästedaten und deren Verarbeitung. Legen Sie fest, wer Antworten kontrolliert, Fehlermeldungen erhält und die Automatisierung pausiert. Ohne klare Verantwortung kann auch ein gutes Werkzeug zusätzliche Arbeit verursachen.
Reservierungen, Kommunikation und Automatisierung priorisieren
Als besonders nützliche Einsatzbereiche nennen die Befragten Reservierungen (68%), Marketinginhalte (62%) und Kundenbeziehungsmanagement beziehungsweise CRM (51%). Diese Werte beschreiben das wahrgenommene Potenzial und nicht den Anteil der Hotels, die solche Funktionen schon einsetzen. Interesse an Reservierungsprozessen belegt keinen autonomen Vertrieb.
Die Verbindung liegt im verlässlichen Kontext. Eine Antwort zum früheren Check-in braucht die richtige Buchung und einen geprüften Unterkunftsstatus. Ein Angebot muss zu Verfügbarkeit, Preisen und Aufenthaltsbedingungen passen. Verbundene Systeme schaffen eine bessere Grundlage für Antworten; getrennte Tabellen und wiederholtes Kopieren schaffen zusätzliche Stellen, an denen Daten veralten können.
ChatGPT und KI im PMS sind nicht dasselbe
Ein eigenständiger ChatGPT-Dialog kann beim Schreiben oder Übersetzen helfen. Er hat nicht automatisch verlässlichen Zugriff auf Ihren Kalender, aktuelle Preise und bestätigte Buchungen. Mitarbeiter liefern Kontext und prüfen das Ergebnis. Überzeugende Formulierungen garantieren keine sachlich richtige Geschäftsauskunft.
Integrierte KI kann abhängig von Umsetzung und Berechtigungen Daten des Geschäftssystems nutzen und Antworten mit Arbeitsabläufen verbinden. Die Integration allein garantiert keine Qualität. Prüfen Sie, welche Daten gelesen werden, wie aktuell sie sind und welche Handlungen erlaubt sind. Beschwerden, sensible Situationen und Ausnahmen benötigen einen klaren Weg zur verantwortlichen Person.
Was bedeutet das für Agenturen und Ferienwohnungsverwalter?
Eine Hotelbefragung belegt nicht dieselben Anteile für Villen, Ferienwohnungen oder Campingplätze. Wiederkehrende Fragen, saisonale Belastung und mehrere zu koordinierende Objekte sind dennoch gute Ausgangspunkte für die eigene Bewertung. Agenturen müssen zusätzlich Eigentümerpflichten, Aufgabenverteilung und unterschiedliche Unterkunftsregeln berücksichtigen.
Denken Sie an eine Terminänderung in einem Portfolio mehrerer Eigentümer. Reservierung, Verfügbarkeit, Gästeinformation und operative Arbeit müssen übereinstimmen. Eine schneller geschriebene Nachricht löst nur einen Teil davon. Beginnen Sie daher mit dem gesamten Prozess: Wo entstehen Daten, wer bestätigt sie und wo werden sie erneut eingegeben? Das ist unsere praktische Empfehlung, kein experimentelles Studienergebnis.
Wie geht MyRent die Automatisierung an?
MyRent verbindet PMS, Channel Manager sowie die zentrale Verwaltung von Reservierungen, Gästen und Betriebsabläufen. Vertriebskanäle tauschen unterstützte Daten im Rahmen der jeweiligen Integration aus. Analysen und Berichte unterstützen den Überblick. Anbindungen an Preismanagementlösungen wie PriceLabs sind vom AI Booking Assistant zu unterscheiden.
So verbindet der MyRent Channel Manager die Vertriebskanäle
Bestehende MyRent-AI-Funktionen umfassen Gästekommunikation über unterstützte OTA-Messaging-APIs, Bewertungsantworten und Unterkunftsbeschreibungen. Der AI Booking Assistant auf der Website sucht anhand des tatsächlichen Inventars, der Verfügbarkeit und aktueller Preise und bietet den nächsten Schritt zur Direktbuchung. Er bestimmt nicht den optimalen Preis anstelle des Verwalters. Automatische Nachrichten hängen von Einstellungen und Kanalfunktionen ab; nicht jede Nachricht wird automatisch bearbeitet.
Bestehende Funktionen von MyRent AI entdecken
Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus
Wettbewerbsfähigkeit bemisst sich nicht an der Anzahl von KI-Abonnements. Entscheidend ist, ob das Team Daten korrekt hält, offene Anfragen erkennt und Änderungen ohne unnötige Wiederholungen bearbeitet. Beginnen Sie mit einem häufigen Ablauf, beziehen Sie Mitarbeiter ein und prüfen Sie die Wirkung vor der Ausweitung. Persönlicher Gästekontakt bleibt wichtig, wenn Standardantworten nicht ausreichen.
Die Zukunft des Tourismus liegt in intelligenteren, automatisierten und effizienteren Abläufen statt in möglichst vielen KI-Werkzeugen. Die Studie zeigt Interessen, garantiert aber keinem einzelnen Unternehmen höhere Einnahmen oder niedrigere Kosten. Vergleichen Sie Systemfunktionen mit Ihrem Portfolio, Team und Arbeitsalltag.
Quelle und nächster Schritt
Datenquelle: Roland Schegg, HES-SO Valais-Wallis, Bericht vom Juni 2025, Seiten 14–16, 31, 39–40, 51, 58 und 65 sowie Fragebogen auf Seiten 84–88. MyRent verantwortet diese fachliche Einordnung; der Studienautor ist nicht Autor des MyRent-Artikels. Das Titelbild ist eine eigens mit KI erstellte Illustration, keine Aufnahme von Studienteilnehmern.
Originalstudie von Roland Schegg, HES-SO Valais-Wallis (PDF, 2025)
Wo kann Automatisierung Ihren Betrieb unterstützen? Bringen Sie zur MyRent-Demonstration ein konkretes Beispiel aus Reservierung, Kommunikation oder Betriebsorganisation mit. Gemeinsam lassen sich bestehende Funktionen und ihre Einsatzbedingungen für Ihren Arbeitsablauf durchgehen.